Ries-Exkursion des Friedrich Dessauer Gymnasiums - HE-S unterstützt großzügig

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Dieses Bild zeigt die Ries-Exkursion des Friedrich Dessauer Gymnasiums.

Montag, der 25. März 2019, 07:30 Uhr. Frau Koller, Herr Krasa und 16 Schüler des Geologie- Kurses treten die dreistündige Fahrt ins Nördlinger Ries an. Noch sind die Gesichter wach und motiviert, doch das wird sich nach dem vollgepackten Programm der anstehenden zwei Tage ändern. Immerhin ist die Exkursion für einige Schüler abiturrelevant.

Der erste Programmpunkt folgt um 11:30 Uhr: Die Führung durch die Oettinger Brauerei, die einen wichtigen Teil der Kulturlandschaft des Rieses ausmacht. Hier sehen wir die ersten Auswirkungen der Kraterlandschaft: Das Grundwasser in Oettingen und Umgebung ist aufgrund von kalkhaltigem Boden zu hart zum Brauen und muss daher zuerst enthärtet werden. Überraschend ist auch die Information, dass sich in vielen Biersorten - wie beispielsweise im „Falkenfelser“ - Oettinger Bier befindet. Eine kurze Verkostung darf natürlich nicht fehlen, für die im Vorhinein extra die Zustimmung der Eltern eingeholt wurde.

Der nächste Halt ist das Rieskratermuseum in Nördlingen. Hier wird uns in Form einer Museumsführung die Entstehung und Geschichte des Rieskraters nähergebracht. Vor 15 Millionen Jahren ist in dieser Gegend ein Asteroid eingeschlagen und hinterließ einen Impaktkrater mit einem Durchmesser von 25 km, der allerlei geologische Besonderheiten bietet, zum Beispiel seinen doppelten Krater-Ring. Besonders ins Auge fallen der Neuschwanstein Meteorit und der ausgestellte Stein vom Mond.

Anschließend begeben wir uns zu Fuß zur Stadtmitte und besteigen den 90 Meter hohen Kirchturm, den „Daniel“, der einen sagenhaften Ausblick über die Stadt und die Landschaft des Rieses bietet. Gegen 17:00 Uhr und nach einem kurzen Fußmarsch kommen wir in der Jugendherberge an.

Nach einer Verschnaufpause und dem Abendessen folgt eine Stadtführung. In eineinhalb Stunden besichtigen wir die frühere Freie Reichsstadt über ihre vollständig erhaltene Stadtmauer, die ehemaligen Soldatenunterkünfte und erfahren mehr über die damalige Hexenverfolgung. In einer griechischen Bar bestellen danach viele eine heiße Schokolade, um die Kälte zu vertreiben und wieder warm zu werden, bis wir schließlich nach dem Ruf des Türmers, erschöpft in die Betten der Jugendherberge fallen.

Am nächsten Morgen stehen wir nach einer relativ kurzen Nacht gegen 7 Uhr auf, da um 08:00 Uhr die Zimmer geräumt werden müssen und es um halb neun mit einem Geologen zur Besichtigung von vier Steinbrüchen und den zwei Ofnet-Höhlen geht. Fokus liegt hier, nach dem vorangegangenen sehr theorielastigen Tag auf dem praktischen Arbeiten, auf das sich viele schon gefreut haben. Deshalb sind auch, neben Helmen, die in einigen Steinbrüchen verpflichtend sind, Hammer, Pürckhauer (das ist ein Bohrstock) und Salzsäure in unserem Gepäck. Vor allem beim Anblick der Hämmer verfallen einige Schüler in eine kindliche Euphorie. Wir zeichnen, nehmen Bodenproben, bestimmen Steine und finden Fossilien. Am Ende des Tages treten wir völlig erschöpft und mit viel neuem Wissen die Heimreise an. Es war eine anstrengende aber sehr schöne Exkursion!